Alle Beiträge von Markus & Knut

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Dichtungsringe aus Montenegro …

Knut kam nach ca. 1 1/2 Stunden wieder. Wir hatten großes Glück und so konnten wir auch bald schon wieder weiter. Da wir durch den Vorfall sehr viel Zeit verloren, war die Sonne bereits am untergehen und wir immer noch am fahren, hoch über dem Skadarsko Jesero See. Wir entschieden uns die Etappe nicht wie geplant bis zu Ende zu fahren, sondern dazu uns irgendwo eine Unterkunft zu suchen. Direkt im Nationalpark am See, mit kleinen Bungalows (Murici) und einer Terrasse mit Blick in Richtung der schneebedeckten Berge Albaniens – ließen wir mit Bierchen den Abend ausklingen …

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Ein Haus so alt wie Montenegro …

In der kleinen Bergsiedlung am Fluss gab es ein altes Wirtshaus. Der Besitzer, ein bärtiger sehr sympathischer Opa, wurde auf unser Problem aufmerksam, nur leider konnte er uns auch nicht weiter helfen so sehr er sich auch bemühte. Also entschieden wir uns dazu, das ich bei der Maschine bleiben sollte und Knut in die nächste Stadt fährt, ca. 25 km entfernt, um ein Ersatzteil aufzutreiben. Der alte Mann merkte, das ich nervlich ein wenig neben mir stand – daher lud er mich einfach in sein Gasthaus auf ein Bierchen ein. Er erzählte mir von dem Haus, was so alt sei wie Montenegro, über seinen Vater welcher hundert Jahre als wurde, er sprach über den Fluss und von der kleinen Siedlung die einmal ein lebendiger Ort war. Es gab dort sogar Kaufhäuser und eine Schule mit 800 Kindern. Jetzt gibt es gerade mal noch 15 und einen Lehrer für alle. Da Knut immer noch nicht zurück war und der alte Mann mit mir so gerne plauderte gab es auch schon bald das nächste Bierchen …

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Serpentinen EKG …

Kommen jetzt erst wieder dazu zu schreiben, da wir bis jetzt kein Netz hatten. Ist einiges passiert – also chronologisch einfach weiter im Text … Nach dem Frühstück ging es hoch in die Berge über Kotor. Leider wollte das Wetter nicht so mit spielen. So fuhren wir direkt in die Wolken ab 1500m auf Serpentinen die schön kaum noch als solche zu bezeichnen waren! Bei schönen Wetter kann man von dort aus bis zur Adria sehen. Gleich hinter dem Pass wurden wir mit dem schönsten Sonnenschein überrascht. Es ging durch Orte, die so klein waren, das sie nicht einmal einen Namen hatten. Irgendwann während des Fahrens bemerkte ich (Markus) einen immer stärker werdenden Benzingeruch. Anfangs dachte ich mir aber nichts dabei und fuhr weiter. Es wurde jedoch leider immer schlimmer und das mitten in den Bergen. Wir kamen zum Glück noch bis zu einer kleinen Siedlung, malerisch gelegen direkt an einem Fluss, dann ging mit meiner Maschine nichts mehr. Der Dichtungsring der Benzinzufuhr war hinüber – und ein weiter kommen so unmöglich …

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Apfelsinen direkt vom Baum …

Da wir nicht sicher sind, ob wir heute im Laufe des Tages weiterhin Netz haben werden, gibt es heute die Neuigkeiten des Tages ein wenig früher. Momentan sind wir noch in Kotor. Die Nacht war sehr entspannt, konnten direkt mal durch schlafen – wobei die Mücken alle bei Knut waren.Da wir wegen der sprichwörtlichen “Grenzerfahrung” von gestern nicht so weit gekommen sind, ist’s heute entspannt – da wir nur ca. 160km vor uns haben. Ausgehend von Kotor, werden wir über den Pass nördlich vom Stirovnik tief in den Lovcen Nationalpark fahren. Ein paar Kilometer weiter kommen wir in den Skadarsko Jedero Nationalpark, wo wir entlang des gleichnamigen Flusses bis kurz vor die albanische Grenze fahren werden um dort unsere Zelte aufzuschlagen. Also dann, Knut hat grad was fürs Frühstück besorgt und beim Nachbarn 3 Apfelsinen direkt vom Baum geschnorrt. P.s. der Berg auf dem Foto – da müssen wir übrigens gleich hoch. Beste Grüße aus Montenegro.

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Interpol…

Heute ging es nach Montenegro, allerdings leider ein wenig anders als geplant. Wurden insgesamt knapp 8 Stunden an der Grenze aufgehalten. Irgend etwas stimmte mit Knuts Ausweis nicht so das hin und her mit Interpol telefoniert wurde. Daher sind wir nur bis Kotor gekommen. Konnten direkt an der Seepromenade ein kleines Appartement finden. Leider haben wir durch das hin und her an der Grenze einen kompletten Tag verloren. Somit werden wir morgen die heutige Etappe einfach zu Ende fahren, allerdings dadurch einen Tag später wieder zurück sein.

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Zwei trockene Semmeln …

Nach einer entspannten Nacht in richtigen Betten und richtiger Dusche ;-) ging es heute gegen 10 Uhr wieder auf die Bikes. Mit der Energie von zwei trockenen Semmeln und jeweils zwei Wiener ging es von Nord nach Süd bis kurz vor die Grenze zu Montenegro. Grad sitzen wir bei Eisbecher und Bierchen hoch über dem Meer mit Blick auf Dubrovnik. Hier oben gibt es noch alte Bunkeranlagen aus den Kriegen. Dort werden wir sicherlich später unsere Zelte aufschlagen, mit Bierchen in der Hand und Blick aufs Meer. Bis dahin …

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Grüße von der Adria …

Die Nacht im Zelt war gar nicht mal so ohne… Irgendwie dachten ein paar Wildpferde es könnte ein riesen Spass sein, in der Nacht Touris zu erschrecken. Das taten sie dann auch und zwar zu 8 ca. 10m neben unseren Zelten. Zum Glück waren sie dann aber doch nicht so wild drauf. Morgens ging es dann Richtung kroatischer Adriaküste. Quer durch den Sieverni Velebit Nationalpark und auf der Höhe von Carlobag wieder an’s. Meer. Eine Landschaft so wunderschön wie man sie nur aus Filmen kennt! Und das ganze mit wirklich “amtlich Serpentinen” (Zitat Knut). Insgesamt waren es nämlich ca. 120 km Serpentinen am Stück – und das mit Enduro Bereifung. Ursprünglich wollten wir in Zadar schlafen. Sind dann letztendlich aber doch in einem gemütlichen kleinen Nachberort (Bijinje) unter gekommen. Morgen geht’s es weiter nach Dubrovnik. Viele Grüße von der Adria.

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120 km vor Zagreb …

Wie wir rausgefunden haben, kann man Teebeutel 3mal aufkochen. Obwohl man schon ein wenig Fantasie benötigt beim 3. mal ;-) Wie kann man den heutigen Tag am besten beschreiben? Nach einem kleinen Frühstück ging es auf einsamen Straßen weiter quer durch die Berge Sloweniens. Vorbei an urigen, kleinen Dörfern, wo man das Gefühl hat, um Jahrzehnte zurück versetzt zu sein und dazu noch Serpentinen bis zum abwinken. Mitten im Wald sind wir dann auf die kroatische Grenze gestoßen, wo man uns leider nicht rüber lassen wollte – wahrscheinlich lags an Knuts Tempomaten. ;-) Also mussten wir uns einen anderen Grenzübergang Suchen. Leider ist die Navi und die Karte nicht auf dem aktuellsten Stand – zumindest muss man an der ein oder anderen Stelle improvisieren was den Streckenverlauf angeht. Heute Zelten wir ca. 120 km vor Zagreb und morgen geht’s weiter entlang der Adriaküste. Viele Grüße aus Kroatien.

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Viele Grüße aus Slowenien …

Heute war der erste Tag der Tour. Gegen 10:30 Uhr ging es ab München los. Das Wetter wollte allerdings nicht ganz so mit spielen. Am Großglockner wurden wir mit Regen, 4°, und Schnee überrascht. Dank GriffHeizung aber kein großes Problem. Und um noch einen draufzupacken, Knut schwört auf seinen Tempomat, was er allzugern auch erwähnt. Ursprünglich wollten wir zelten, fanden aber eine einsame Berghütte (Schutzhaus) in der übernachten werden, mitten auf der Grenze in den Bergen mit Blick Richtung italien. Jetzt gibt es noch einen Tee und morgen geht es weiter. Viele Grüße aus Slowenien.